Bürgerwissenschaft im Kiezgarten

2019 hat der Senat eine „berlinweite Strategie zum Schutz und Förderung von Bienen und anderen Bestäubern“ beschlossen. Wie können öffentliche Grünflächen so gestaltet werden, dass sie zum Arten- und Bestäuberschutz beitragen ?

Vom urbanen Lebensraum profitieren vor allem Wildbienen. In Berlin sollen 322 Arten leben, viele sind im Bestand gefährdet. Neben der Erhaltung stellt sich die Frage wie öffentliche Grünflächen, Parks, Gärten so geplant und gestaltet werden, dass sie zum Arten- und Bestäuberschutz beitragen.

Neben 18 weiteren Gemeinschaftsgärten, haben wir 2020 an einem bürgerwissenschaftlichen Pilotprojekt der TU Berlin teilgenommen. 3 motivierte Gärtnerinnen pflegten und dokumentierten die Entwicklung von Forschungspflanzen (Tomaten, Zucchinis). Das TU-Forschungsteam hat den Garten untersucht, kartographiert und regelmäßig Klimadaten gesammelt.

Inzwischen ist das Projekt beendet und die Vielzahl der Daten noch nicht vollständig ausgewertet. Über 44 Gärtner*innen haben Daten zur Bestäubung und Ernteergebnissen gesammelt. 590 Pflanzenarten/Sorten wurden in allen Gärten dokumentiert und rund 2772 Wildbienen aus 16 Gruppen/Gattungen beobachtet.

Geplant ist eine Fortsetzung der Forschungsarbeit in 2021 um die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse zu präzisieren. Wir werden wieder dabei sein, um die Wichtigkeit der Entwicklung von Maßnahmen in urbanen Räumen zur Wildbienenförderung und Artenvielfalt zu unterstützen.

Weiterlesen:
https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/wissenschaft/bienen-bestaeubung-und-buergerwissenschaft-berlins-gaerten

https://www.berlin.de/senuvk/natur_gruen/biologische_vielfalt/downloadstrategie_zum_bienenschutz_in_berlin_2019.pdf

https://www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/aktuelle-projekte-beitraege/detail/projekt-details/show/Wettbewerb/3606/